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Die Zukunft des Codings heisst «No Code»

Aktualisiert: 20. Okt. 2021

Seit ein paar Jahren sind sogenannte No-/Low-Code Produkte – also Produkte, die ohne oder mit nur wenig Code auskommen – in aller Munde. Wir erklären, was es damit auf sich hat und warum No- & Low-Code in Zukunft immer wichtiger werden wird.

Was ist No-/Low-Code?


Mit grösster Wahrscheinlichkeit hast du bereits diverse No-/Low-Code Produkte genutzt, vielleicht, ohne dass du dir dessen bewusst warst. Excel und PowerPoint beispielsweise gehören zu den No-Code Pionieren (auch wenn der Begriff No-/Low-Code bei ihrer Lancierung noch nicht existierte), eventuell hast du aber auch schon mal ein Video bei Youtube hochgeladen, Google Spreadsheets benutzt, oder mit WordPress einen Blog erstellt. Sie alle sind Beispiele von No-/Low-Code Produkten – also Softwares, welche Dinge ermöglichen, die zuvor Spezialisten vorenthalten waren. Die No-/Low-Code Nutzer, meist Leute ohne Programmier-Fähigkeiten, werden "Citizen Developers" genannt.

Welche Vorteile bietet No-/Low-Code?


In einem Satz ausgedrückt: Die Demokratisierung der Software-Entwicklung. Weniger als ein halbes Prozent der Weltbevölkerung kennt sich mit Programmieren aus. Ohne No-/Low-Code würden viele geniale Ideen mangels technischen Know-Hows gar nie umgesetzt werden. Besonders Startups und kleine Unternehmen, die kein Budget für ein Tech-Team haben, profitieren davon. Mit No-/Low-Code Tools können sie relativ einfach und kostengünstig Websites, Databases, Apps und vieles mehr erstellen.

Aber auch Programmierer, die eine neue Idee erst einmal austesten wollen, bevor sie sich in den langwierigen Coding-Prozess stürzen, können mit No-/Low-Code eine einfache Landingpage oder ein simples Produkt erstellen und anschliessend prüfen, wie ihr Konzept ankommt.


"The future of coding is no coding at all."

- Chris Wanstrath, Former CEO of GitHub



Gibt es auch Nachteile?


Die Möglichkeiten sind im Vergleich zum manuellen Programmieren limitiert, was zum Hindernis werden kann, vor allem, wenn die Idee umfangreich ist. Für solch' komplexe Herausforderungen lohnt es sich eine massgeschneiderte Applikation zu entwickeln.

Was ist der Unterschied zwischen No-Code und Low-Code?


Der Unterschied besteht nicht wie der Name es vermuten lassen würde zwischen wenig und keinem Code, sondern einzig darin, wer die jeweiligen Produkte nutzt. Während No-Code Produkte auf "Citizen Developers" ausgerichtet sind, sind Low-Code-Tools für Entwickler gedacht. Sie erlauben den Entwicklern, Applikationen mit einem Minimum an manueller Kodierung zu entwerfen, indem sie auf bereits bestehenden Code zurückgreifen. Die Low-Code Produkte nehmen somit viel Arbeit ab und machen ihren Prozess wesentlich einfacher, schneller und günstiger.

Wie wird No Code sich entwickeln?


Im Jahr 2024 sollen laut der Einschätzung von Experten bereits 65 Prozent aller Apps mit No-/Low-Code entwickelt werden. Und das Angebot an Software-Apps wächst mit jedem Jahr mehr, genau wie ihre Nachfrage. Man rechnet damit, dass in den nächsten Jahren zig Milliarden Apps auf den Markt kommen werden. Diesbezüglich spricht man von der "Great App Explosion".


"Over 500 million digital apps and services will be developed and deployed using cloud native approaches by 2023."

- IDC IT Industry 2020 Predictions


Einige sehen in No-/Low-Code auch eine zweite digitale Revolution, die das Erstellen von Software-Produkten zugänglicher denn je macht. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball!